Staatssekretär Thomas Rachel besuchte das Alten- und Pflegezentrum St. Teresa der Caritas

02.09.2020

Auf Besuch in seinem Wahlkreis machte der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel am Freitag, den 21. August, wieder Station in einer Einrichtung der Caritas. Am Vormittag informierte er sich in der Dürener Pflegeeinrichtung St. Teresa und sprach knapp drei Stunden mit den Vorständen Dirk Hucko und Markus Mauel, einigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Leitungskräften zweier Häuser und des Fachbereichs „Wohnen im Alter“. Anlass war ein genereller Informationsaustausch zur Lage in den Pflegeeinrichtungen.

Die Corona-Pandemie ist für alle eine große Bewährungsprobe. Das gilt in besonderer Weise auch für die Träger von Altenpflegeeinrichtungen, denen Rachel den ganz besonderen Dank der Bundesregierung übermittelte.

Die Hausleitungen führten die Gruppe, unter besonderer Beachtung der Hygienevorschriften, durch die beiden verbundenen Häuser St. Teresa und St. Nikolaus. Vorstand Marcus Mauel berichtete über die umgesetzten neuen Konzepte und Wohnformen im Altenheim, welche sich seit einigen Jahren im Wandel befinden und beispielsweise im Jahr 2019 neu errichteten Haus St. Teresa umgesetzt wurden. Auch durch umfangreiche Baumaßnahmen wurden die Bereiche Wohnen und Hauswirtschaft aufgewertet. Die nach wie vor wichtige und unerlässliche Pflege soll den Alltag aber nicht mehr so dominieren, sondern das gemeinsame Zusammenleben.

Das folgende Gespräch im gemeinsamen Garten der Häuser bot Gelegenheit, auch einen Blick auf den Sinn von neuen sowie älteren gesetzlichen Rahmenbedingungen zu werfen. Dirk Hucko erinnerte beispielhaft an einige jüngere Herausforderungen im Rahmen der Corona-Pandemie durch teils sehr kurzfriste Verordnungen seitens des Landes. „Weiterhin behindert eine generelle Überregulierung in Teilbereichen der Altenpflege mitunter die Umsetzung innovativer Ansätze“, nahm Marcus Mauel eine seit einigen Jahren bestehende Diskussion wieder auf.

Dies zeigt sich beispielsweise auch in Bereich des Pflege- oder Betreuungspersonals: „Eine höhere Durchlässigkeit in den Vorgaben würde es uns erlauben, Systeme bedarfsgerechter anzupassen und unser Personal intelligenter einzusetzen“ so Mauel. Eine gründliche Kontrolle und kluge Rahmenbedingungen zur Sicherung der Pflegequalität sind natürlich unerlässlich, darin waren sich alle in der Runde einig, „aber das Ziel muss sein, wieder mehr Zeit mit den Patienten zu verbringen“.

Als einen großen Schritt in die richtige Richtung bewertet Caritas-Vorstand Dirk Hucko die Reform des Pflegeberufegesetzes. Seit 2020 ist die Ausbildung in der Pflege nun einheitlicher: Eine generalistische Pflegeausbildung mit dem neuen, EU-weit anerkannten, Berufsabschluss „Pflegefachfrau" oder „Pflegefachmann" wurde eingeführt. Sie ermöglicht nach der Ausbildung in allen Versorgungsbereichen zu arbeiten – in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege.

„Die Reform war richtig, weil sie den Pflegeberuf generell aufwertet und damit für junge Menschen attraktiver macht“, war sich Hucko mit seinen Fachleuten einig. Dem stimmte auch Thomas Rachel zu und will mit den Praktikern über die Auswirkungen der Reform in den kommenden Jahren in enger Abstimmung bleiben. „Nun muss man sehen, wie sich das Gesetz in der Praxis bewährt und ob es die erhofften Effekte erbringt“, erläuterte der langjährige Parlamentarier.