Kreis Düren im Gespräch - Zwischen Anpassung und Widerstand - Leben in der DDR

04.05.2021

„Je besser wir Diktatur begreifen, umso besser können wir Demokratie gestalten“, sagt Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Eine spannende und angeregte Diskussion führte Roland Jahn mit 75 Teilnehmern, Moderator Tim Neumann und mit Thomas Rachel, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Düren als Schirmherrn einer digitalen Veranstaltung unter dem Titel „Kreis Düren im Gespräch - Zwischen Anpassung und Widerstand - Leben in der DDR“ der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Jahn selbst war Opfer der DDR-Diktatur. Auf persönlichen Befehl von Stasi-Chef Erich Mielke wurde der SED-Gegner und Bürgerrechtler Jahn gegen seinen Willen aus der DDR in den Westen abgeschoben. Die Staatssicherheit der DDR drang tief in das Leben der Menschen vor, vergiftete Freundschaften, verbreitete Angst und zerstörte Träume und Familien. Roland Jahn konnte viel aus seinem Leben in der DDR erzählen und wie er dort zum „Staatsfeind“ wurde. „Wichtig ist, die Mechanismen der Diktatur zu erkennen“, bringt er sein Leben und seine Arbeit auf einen Punkt. Mein Fazit nach diesem ausgesprochen interessanten Gespräch: „Wir müssen alles dafür tun, dass wir eine offene Gesellschaft behalten und ein Rechtsstaat bleiben!“

Thomas Rachel freut sich besonders, dass Roland Jahn sich bereit erklärt hat, diesen wichtigen Teil der deutschen Geschichte mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Aldenhoven Linnich zu diskutieren.