Helmholtz Cluster für Wasserstoffwirtschaft entsteht in Jülich

16.01.2020

Berlin. „In Jülich wird ein „Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft“ errichtet“, teilt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Thomas Rachel MdB mit. Darauf verständigten sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bei den Verhandlungen über einen Zeitplan für das Abschalten von Kohlekraftwerken.

In Jülich soll eine Wasserstoffwirtschaft mit Hilfe von organischen Wasserstoffträgern, sogenannten Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC)-Systemen demonstriert und damit ein Nukleus für umfangreiche industrielle Aktivitäten im Bereich Wasserstoff und Energie aufgebaut werden. „Das wird unseren Kreis Düren als Wasserstoffregion nachhaltig stärken“, so der Dürener Christdemokrat Thomas Rachel. Die LOHC-Technologie eigne sich hervorragend für den Übergang von einer erdölbasierten hin zu einer wasserstoffbasierten Energiewirtschaft. Diese zusätzliche Förderung soll ins „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ aufgenommen werden.

Die Bundesregierung will den Gesetzentwurf zum Kohleausstieg am 29. Januar im Bundeskabinett beschließen. Dabei wird außerdem ein Anpassungsgeld für Beschäftigte in Braunkohle-Kraftwerken und -Tagebauen eingeführt. „Das Anpassungsgeld wird bis 2043 gezahlt werden. Das ist wichtig für die Sozialverträglichkeit des Kohleausstiegs!“, so Thomas Rachel (CDU).

Das Gesetzgebungsverfahren zum Kohleausstieg  soll im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden. „Das ist ein wichtiges Signal, dass der mit  Wirtschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden erreichte Konsens endlich eins zu eins umgesetzt wird“, so Thomas Rachel (CDU). Darauf hätten die Menschen auch in unserer Region lange gewartet. Die Einigung schaffe Planungssicherheit für die betroffenen Kohleregionen, die Beschäftigten in den Kraftwerken und Tagebauen und die Energieversorger, so Rachel.