Energieeffiziente Wärmekammer - Innovatives Projekt der Firma Carl Krafft & Söhne

01.02.2021

Stadt Düren. Eine wichtige Rolle bei der Reduktion von Emissionen spielt die Industrie. Ein spannendes Projekt in diesem Rahmen hat der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel bei der Firma Carl Krafft & Söhne GmbH & Co. KG in seinem Wahlkreis in Düren besucht. Hier wurde kürzlich eine energieeffiziente Wärmekammer zum Aufheizen großer Metallbauteile in Betrieb genommen. Dieser überdimensionale Ofen ist Teil eines Pilotvorhabens aus dem Umwelt-Innovationsprogramms der Bundesregierung und wird entsprechend gefördert. Hintergrund: Im Betrieb selbst arbeitet diese Kammer sehr effizient und zusätzlich sind zahlreiche Lkw-Schwertransporte überflüssig. „Die CO 2 Emissionen im gesamten Produktionsablauf werden deutlich verringert“, erläutern die beiden Geschäftsführer Michael Hess und Peter Kayser. „Hier wird ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Energieeinsparung geleistet, deshalb unterstützt die Bundesregierung dieses Projekt gerne“, so Thomas Rachel  Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die neue Wärmekammer ist im Prinzip ein überdimensionaler Ofen mit einem kubischen Innenraum von 4,50 Metern Kantenlänge, der mit Gas beheizt wird. Darin werden Walzenrohre mit über 20 Tonnen Stückgewicht in einem geregelten Prozess auf bis zu 330 Grad erwärmt. Diese heißen Bauteile werden anschließend in einem thermischen Fügeprozess auf einen kalten Innenkörper aufgezogen, das ist durch die Wärmeausdehnung des Rohres möglich. Beim Abkühlen zieht sich das äußere Bauteil wieder zusammen, so dass die Elemente fest zusammengefügt sind.

Systempartner für die Wärmekammer war die Cremer Thermoprozessanlagen GmbH in Düren. Die Mannschaft um Ingo Cremer begleitet die gesamte Auslegung und Konstruktion, den Aufbau und die Inbetriebnahme.

Angestoßen hat das Projekt die Wirtschaftsförderung Düren WIN.DN unter der Führung ihres Geschäftsführers Heinz Mannheims: „Wir freuen uns sehr zu diesem Projekt beigetragen zu haben. Dass dann die Umsetzung in Kooperation zweier Dürener Unternehmen erfolgte, ist für unsere Arbeit noch einmal wertvoller“.

Der Dürener Bundestagsabgeordnete und Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel ließ sich im Beisein der Geschäftsführung von KRAFFT über die Umsetzung und ersten Erfolge informieren. So bestand die Anlage ihre „Feuertaufe“ bereits beim ersten Einsatz mit einem Walzenkörper der Maximaldimensionen erfolgreich. Der Prozess mit diesem Bauteil – übrigens der größten Gießwalze der Welt – lief wie vorgesehen und reibungslos ab, so dass mehrere, ansonsten notwendige Schwerlast-Sondertransporte vermieden wurden.

KRAFFT wird die Anlage nun regelmäßig für entsprechende Prozesse zum Einsatz bringen, so dass die erhofften Projekt-Ziele der Energie- und Ressourceneinsparung erreicht werden dürften.