Düren wird e-mobil – Vorstellung des Projektes eMIND

20.12.2018

Die Bundesregierung fördert bis zu 240 Ladepunkte bei Dürener Unternehmen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert in Düren den Aufbau von ca. 240 Lade-punkten bei bis zu 30 Unternehmen mit bis zu 2,4 Millionen €. Im Projekt „electric Mobility Integra-tion – Düren (eMIND) wird zudem die Entwicklung eines kommunalen Energieportals zur Identifizierung von netzoptimierten und kostengünstigen Ladestandorten gefördert. Darüber hinaus sollen an zwei zentralen Standorten im halböffentlichen Raum zwei sogenannte „Ladehubs“ – wie bei-spielsweise in Parkhäusern oder auf Supermarktparkplätzen – identifiziert und mit einem zielgrup-pengerechten Geschäftsmodell umgesetzt werden.

„Die Themen Luftreinhaltung und städtischer Klimaschutz stellen für die Kommunen aktuell und in naher Zukunft eine große Herausforderung dar. Die durch den Bund mit einer 100 prozentigen För-derung zur Verfügung gestellten Mittel bieten der Stadt Düren einen finanziellen Rahmen, die nachhaltige Verkehrswende aktiv mitzugestalten, “ erklärt Bürgermeister Paul Larue. Der Parlamen-tarische Staatssekretär Thomas Rachel ergänzt: „Für die Region Aachen-Düren ergibt sich unter an-derem aus diesem Projekt eine wichtige Chance, auf Zukunftstechnologien rund um das Thema Elektromobilität zu setzen und den anstehenden Strukturwandel sozialverträglich zu gestalten.“

Das Fördervorhaben eMIND verbindet die Themen Wirtschaftsförderung wie auch Luftreinhaltung und ist als Angebot für die Dürener Unternehmen und Institutionen zu verstehen. Das Projekt soll somit Anreize für den Fuhrpark der Unternehmen als auch für die aus dem Umland pendelnden Beschäftigten bieten, auf Elektromobilität umzusteigen. Auch die Ergebnisse des Masterplans Green City und die Detailuntersuchungen für ein bedarfsorientiertes Ladeinfrastrukturkonzept für die Stadt Düren zeigen, dass der Betrieb von Ladeinfrastruktur bei einem steigendem Markthochlauf im Wesentlichen nicht eine öffentliche, sondern vielmehr eine privatwirtschaftliche Aufgabe sein wird.

Thomas Hissel als Erster Beigeordneter und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft betont deshalb, „dass das Projekt eMIND eine sinnvolle Investition in die Zukunft darstellt. Darüber hinaus kann eMIND als Referenzprojekt dienen und bietet die Möglichkeit zur Übertra-gung auf ca. 600 Mittelstädte in ganz Deutschland, die über ähnliche beteiligte Akteure bei der Ausbringung von Ladeinfrastruktur verfügen.“

Das Projektkonsortium für das Projekt eMIND setzt sich aus der Stadt Düren und drei Instituten der RWTH Aachen (RWTH) zusammen. Diese sind das Institut für Hochspannungstechnik (IFHT), das Human-Computer Interaction Center (HCIC) und das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB). Unterstützt wird dieses Konsortium durch die Beauftragung der WIN.DN GmbH als städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Düren, der Leitungspartner GmbH als kommunale Stromnetzbetreibergesellschaft und weiteren Auftragnehmern.