Bundesforschungsministerium unterstützt Voith bei Forschung an Recycling-Verfahren für Kohlefaser

30.08.2019

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts MAI Scrap-SeRO (“From Scrap to Secondary Ressources – Highly Orientated Wet-Laid-Nonwovens from CFRP-Waste”) treibt Voith gemeinsam mit internationalen Projektpartnern die Herstellung von Kohlefaservliesen aus recycelten Kohlefaserverbundwerkstoffen voran. Koreanische Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind Hauptprojektpartner, Unternehmen aus den USA sind als assoziierte Partner an Bord. Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben, das mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Budget von über 2,5 Mio. € angelegt ist.

Voith stellt für das Projekt eine Versuchsmaschine zur Verfügung, auf der carbonfaserbasierte Vliesstoffe hergestellt werden können. Die Maschine steht im Technologiezentrum von Voith Paper in Düren und kann Vliesstoffe bei einer Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 600 m/min in 1 bis 3 Lagen herstellen. „Unser Ziel ist es Recycling-Verfahren für carbonfaserverstärkte Verbundwerkstoffe zu entwickeln und dabei die gesamte Wertschöpfungskette – von der zurückgewonnenen Kohlefaser bis hin zum Verbundwerkstoff abzudecken. Dies ist nur aufgrund der internationalen Partner möglich, die ihre jeweilige Expertise in das Forschungsprojekt einbringen“, so Kai Pöhler, Director Application and Business Development bei Voith Paper.

Am 20. August 2019 besuchte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel MdB die Voith-Niederlassung Düren und überreichte Voith im feierlichen Rahmen den Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). „Bei Voith in Düren unterstützen wir als Bundesforschungsministerium die Entwicklung von Vliesen aus recycelten Carbonfasern. Denn die nachhaltige Nutzung von Kohlenstofffasern ist ein wichtiger Beitrag für eine umweltbewusste Kreislaufwirtschaft", erklärt Thomas Rachel.

Konsequente Kreislaufwirtschaft für carbonfaserverstärkte Verbundwerkstoffe erforderlich
Klimawandel und die damit verbundenen Folgen machen den verringerten Materialeinsatz in der Produktion erforderlich. Hierbei spielen rohstoffspa-rende und ressourceneffiziente Produktionstechniken, sowie die konse-quente Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle.
Dies gilt auch für Kohlefasern; die Herstellung ist sehr energie- und kosten-intensiv und die Verarbeitung zum Endprodukt erfordert aufwendige Fertigungsprozesse. Wegen ihres enormen Leichtbaupotenzials in vielfältigsten Bereichen sollen die carbonfaserverstärkten Verbundwerkstoffe zukünftig dennoch in deutlich stärkerem Maße als bisher zum Einsatz kommen. Demnach ist das Recycling von Kohlefasern nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive äußerst relevant.

© Voith