Praxiserfahrung aus Düren macht Großveranstaltungen sicherer


Thomas Rachel MdB (Bildmitte) überreichte den Bescheid an Dürens Wehrleiter Hans-Jürgen Pelzer (3.v.r.) im Beisein von Bürgermeister Paul Larue, dem Berliner Feuerwehrchef Wilfried Gräfling, und den Professoren Schmidt, Friedrich uns Seyfried(v.r.)

Datum: 03.03.2012

BMBF fördert Software Projekt BaSiGo / Parlamentarischer Staatssekretär Rachel: „Sicherheit für die Bürger“

Düren hat mit der Annakirmes, die fast zehn Mal so viele Besucher hat, wie die Stadt Einwohner, langjährige Erfahrungen in der Ausrichtung von Großveranstaltungen. Solche Erfahrungen zu nutzen, ist das Ziel des Projekts „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ (BaSiGo), das heute in Düren offiziell gestartet wurde. Das Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, soll unter Leitung der Bergischen Universität Wuppertal ein unterstützendes Computerprogramm für Veranstalter, Kommunen und Ordnungskräfte erstellen. Beteiligt sind auch das Forschungszentrum Jülich und die Feuerwehren von Düren, Berlin und München.

„Die Dürener Feuerwehr kann hier ihren großen Erfahrungsschatz in ein Forschungsprojekt von nationalem Rang einbringen. BaSiGo wird das Leben der Bürgerinnen und Bürger sicherer machen“, erklärte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, heute in der Feuerwache Düren bei der Übergabe der Förderbescheide an Vertreter des Projektkonsortiums aus Forschung, Industrie und Endanwendern.

Im Fokus des Programms stehen Erkenntnisse aus der Praxis von Veranstaltungen wie Annakirmes und Münchener Oktoberfest. Verwertet werden einerseits systematische Beobachtungen und Simulationen von Besucherströmen vor Ort und bei der An- und Abreise. Andererseits soll die Analyse von Planungsabläufen mögliche Schwachstellen, offenbaren und vor allem zukunftsfähige Lösungen für Veranstalter, Ordnungs- und Rettungskräfte ermöglichen. In das zu schaffende Unterstützungssystem werden sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch die erprobten Erfahrungen der Feuerwehren einfließen. Ziel ist es, Engpässe bereits bei der Planung von Veranstaltungen zu erkennen und kritische Situationen und Staus zu vermeiden.

Im Rahmen des Projektes werden auch Geistes- und Sozialwissenschaftler bewährte Praktiken, aber auch neue Herausforderungen der Kommunikation zwischen Veranstaltern, Kommunen und Ordnungskräften untersuchen. Juristen werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien für Veranstaltungen in das Projekt mit einbringen.

Das Projekt BaSiGo ist eines von sechs großen Projekten zur Evakuierung und Lenkung von Besucherströmen für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“. Dieser Schwerpunkt wird mit insgesamt ca. 20,2 Mio. Euro seitens des BMBF gefördert. Die Industrie beteiligt sich mit insgesamt 4,3 Mio. Euro an den 6 Verbünden.

Weitere Informationen zum Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“: www.bmbf.de/de/6293.php