CDU-Agrarausschuss zu Gast bei der Buir-Bliesheimer AG

Datum: 21.04.2017

Der Vorstand des Dürener CDU-Agrarausschusses mit dem Vorsitzenden Josef Wirtz MdL informierte sich über die Arbeit der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft in Nörvenich. Der Geschäftsführer Peter-Josef Gormanns hatte angeboten, den fachkundigen Ausschussmitgliedern einmal die Aufgaben des größten Agrarhändlers in der Region vorzustellen.

Auch die beiden CDU-Landtagskandidaten des Kreises Düren, Dr. Patricia Peill, und Dr. Ralf Nolten waren der Einladung gefolgt. Patricia Peill, die selbst in Nörvenich gemeinsam mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, war besonders interessiert einmal hinter die Kulissen des Betriebs zu schauen.

Gemeinsam mit Christina Schulze-Föcking, der stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, sowie mit dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, wurde die Gruppe von der Buir-Bliesheimer AG in ihrer Hauptverwaltung in Nörvenich empfangen. 

Die Primärgenossenschaft, welche zu über 95% in der Hand von aktiven Landwirten liegt, ist an neun festen Standorten im Rheinland als Rundum-Partner von landwirtschaftlichen Betrieben tätig. Ihre Leistungen umfassen von der Lieferung von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz, über Ernte, Transport und Lagerung bis hin zur Vermarkung der Erzeugnisse. Die Buir-Bliesheimer betont, wie viel Wert sie auf ihre hohen Qualitätsstandards und die daraus resultierenden anerkannten Zertifikate legt, mit denen man sich von vielen anderen Mitbewerbern abhebt.

Nach dem Vortrag von Geschäftsführer Peter-Josef Gormanns diskutierten die Anwesenden noch über einige Herausforderungen der Branche. So kritisierte Christina Schulze-Föcking, die auch selbst Landwirtschaft im Kreis Steinfurt betreibt, dass die Rot-Grüne Landesregierung die Bundesgesetze im landwirtschaftlichen Bereich für NRW immer noch verschärfe. Das führe dazu, dass die Landwirte hier in Nordrhein-Westfalen mit besonders hohen bürokratischen Hürden zu kämpfen haben. „Außerdem haben größere und moderne landwirtschaftliche Betriebe ein Imageproblem, welches von einigen ideologisch denkenden Politikern hausgemacht ist. Die verteufeln alles, was über das romantische Bild des kleinen Bauernhofes hinausgeht. Dabei sollte man sich mal vor Augen führen, dass – je nach Region – jeder sechste bis achte Arbeitsplatz mit der Landwirtschaft zusammenhängt“, so Schulze-Föcking.

Alle Anwesenden stimmten zu, dass es der Politik gelingen muss, wieder bessere Voraussetzungen zu schaffen, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. Das von SPD und Grünen verabschiedete Landesnaturschutzgesetz bewirke für den bäuerlichen Berufsstand zurzeit häufig das Gegenteil.

Ebenso waren sich Schulze-Föcking, Peill und Nolten einig, dass man sich gemeinsam dafür einsetzen will, Schulklassen wieder mehr mit der Landwirtschaft in Kontakt zu bringen, um den Kindern die Natur etwas näher zu bringen. So könnte man besser über die Herkunft und Produktion der Lebensmittel aufklären. Hierzu müsste auch der Lebensmitteleinzelhandel mehr in die Pflicht genommen werden.

Abschließend lobte Josef Wirtz den RLV (Rheinischer Landwirtschafts-Verband) und seinen ebenfalls anwesenden Vizepräsidenten Erich Gussen, der sich selbst auch immer sehr leidenschaftlich mit Wort und Tat für die Landwirtschaft einsetzt.