Bundesstaatssekretär für Bildung und Forschung Thomas Rachel zu Gast an der UW/H

Datum: 11.04.2017

Innovation in der Ärzte-Ausbildung als Schwerpunktthema

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel, besuchte erstmals die Universität Witten/Herdecke (UW/H), wo er mit dem Präsidium intensiv über das Wittener Modell der Medizinerausbildung und die Herausforderungen einer gemeinnützigen Universität in privater Trägerschaft sprach. Begleitet wurde er von Simon Nowak, dem Wittener CDU-Kandidat für die Landtagswahl in NRW.

„Zu der heutigen Vielfalt im Hochschulsektor leistet die Universität Witten/Herdecke einen überzeugenden Beitrag. Auch in der Forschung ist sie gut aufgestellt“, sagte Thomas Rachel und betonte, dass aktuell laufende Forschungsprojekte der UW/H mit mehr als 4,1 Millionen Euro durch das BMBF unterstützt werden.

Eingehend erörtert wurde die Zukunft des Medizinstudiums. In den Masterplan 2020 von Bund und Ländern für eine Neuausrichtung des Medizinstudiums hätten viele bereits an der UW/H erprobte Ideen Eingang gefunden. „Auch der Wissenschaftsrat hat erkannt, dass die UW/H-Gesundheitsfakultät als kleines Schnellboot schon viel früher als die großen Tanker an den staatlichen Universitäten einen stärkeren Praxisbezug in der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten umgesetzt hat“, betonte UW/H- Präsident Prof. Dr. Martin Butzlaff.

Neue Formen der Lehre in Zeiten der Digitalisierung wurden ebenfalls besprochen, wie auch das Verhältnis der UW/H gegenüber den staatlichen Hochschulen. „Unsere Studiengänge zeichnet ein starker Praxisbezug aus. Theorie und Praxis sind eng verzahnt und werden durch intensives Netzwerken bereits während des Studiums ergänzt“, machte Vizepräsident Prof. Dr. Jan Ehlers deutlich.

Besonders interessierte sich Staatssekretär Rachel für die Funktionsweise des Umgekehrten Generationenvertrages, der jedem Studierenden eine sozial gerechte nachgelagerte Finanzierung seines Studiums ermöglicht. Simon Nowak erklärte, dass ihm erst diese faire Finanzierung das Studium an der UW/H ermöglicht habe. „Hier hängt ein Studium eben nicht vom Geldbeutel der Eltern ab.“

Kanzler Jan Peter Nonnenkamp betonte, dass die UW/H gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie den Mangel an Haus- und Landärzten angehe und damit ein „öffentliches Gut“ finanziere. Der seit 1996 unveränderte Beitrag des Landes NRW von 4,5 Millionen Euro trage inzwischen nur noch zu etwas mehr als zehn Prozent des Uni-Etats bei – der Rest wird aus eigener Kraft erwirtschaftet. „Und auch in Zukunft wird die UW/H immer wieder um neue Förderer, Freunde und Wegbegleiter für die Entwicklung von Innovationen werben wie zum Beispiel die Planung neuer Studiengänge und Lernmodelle in der Ärzte-Ausbildung.“

Über uns:

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.