"MIND-Energy - Nachhaltige Energieversorgung produzierender Unternehmen"
Datum: 16.08.2011
Meine Rede anlässlich der Übergbe des Bewilligungsbescheids zum Projektstart von "MIND-Energy - Nachhaltige Energieversorgung produzierender Unternehmen" am 16. August 2011 an der Fachhochschule Aachen
Sehr geehrte Frau Professor Vaeßen,
sehr geehrte Frau Professor Kuperjans,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
es ist mir eine Freude, heute anlässlich des Starts des Projektes „MIND-Energy“ hier am Campus Jülich der Hochschule Aachen zu sein.
Die Fachhochschule Aachen ist eine Fachhochschule, die mit innovativen Studiengängen unser Hochschul- und Wissenschaftssystem voranbringt und bestens ausgebildete Fachkräfte für Wirtschaft und Forschung zur Verfügung stellt. Davon konnte ich mich bei meinen häufigen Besuchen in Aachen und Jülich überzeugen.
Forschung an der Fachhochschule Aachen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schätzt die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aachen als eine der forschungsstärksten Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen sehr. In den letzten vier Jahren wurde das BMBF-Programm „Forschung an Fachhochschulen“ wesentlich ausgebaut und durch neue Förderlinien erweitert. Die Fachhochschule Aachen gehörte stets zu den erfolgreichsten Antragstellern. Mehrfach standen die geförderten Projekte im Licht der Öffentlichkeit. Aufgrund ihrer exzellenten Anträge laufen an der Fachhochschule Aachen zurzeit allein 21 Projekte, die mit über 5,5 Millionen Euro gefördert werden.
Förderlinie „IngenieurNachwuchs“
Um dem Nachwuchsproblem in der ingenieurwissenschaftlichen Forschung und Lehre zu begegnen, wurde im Jahr 2007 die Förderlinie „IngenieurNachwuchs“ ins Leben gerufen. In allen Projekten kommt der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine hohe Bedeutung zu – zahlreiche Studierende, Absolventen, Promovenden und Postdoktoranden arbeiten in den Projekten mit. Die geförderten Themenfelder orientieren sich stets an dem Bedarf der Wirtschaft. Dabei variieren die adressierten Bereiche je nach Forschungsbedarf und Ausbildungserfordernissen. Deshalb wurde für die Förderrunde 2011 der Fachbereich „Maschinenbau“ adressiert. Seit 2007 konnten allein in dieser Förderlinie insgesamt fast 170 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 40 Millionen Euro bewilligt werden.
Projekt „MIND-Energy“ von Frau Prof. Kuperjans
Lassen Sie mich nun zur Hauptperson des heutigen Tages kommen:
Frau Professor Kuperjans hat sich seit September 2010 auf die Fachgebiete Wärmeübertragung, Strömungslehre und Industrielle Energietechnik spezialisiert. Nach Ihrem Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen und beruflichen Stationen bei der RWTH Aachen und dem bundesweit agierenden Gebäudeplaner Carpus + Partner AG – übrigens sind beide Projektpartner – forscht Sie nun an der Fachhochschule Aachen.
Ihr Forschungsprojekt „MIND-Energy“, für das ich heute den Zuwendungsbescheid in Höhe von 284.000 Euro überreiche, behandelt ein hochaktuelles Forschungsthema und blickt in die nahe Zukunft, in der wir unseren Strom viel mehr als heute aus regenerativer Energie beziehen werden. Für Unternehmen bedeutet das, ihre Produktionsprozesse mittelfristig auf nachhaltige Energieträger, wie zum Beispiel Sonnen- und Windenergie umzustellen. Sie müssen ein für sie geeignetes Versorgungssystem finden, das, um beim Beispiel zu bleiben, Sonne oder Wind in Energie umwandelt und die gewonnene Energie speichert, damit sie bei Bedarf zur Verfügung steht und ein reibungsloser Betriebsablauf gewährleistet bleibt.
Keine leichte, aber eine wichtige Aufgabe, mit der sich Frau Professor Kuperjans beschäftigt: Unternehmen werden dabei unterstützt, für sie passende Energieträger zu finden. Es freut mich, dass sich fünf Unternehmen am Projekt beteiligen. Das zeigt zum Einen die Relevanz des Themas und zum Anderen ermöglichen sie den wissenschaftlichen Nachwuchskräften Einblicke in betriebliche Abläufe und verschaffen ihnen Zugang zu praxisrelevanten Fragestellungen.
Es freut mich auch, dass die RWTH Aachen Projektpartner ist. Das wird zu weiteren neuen Blickwinkeln führen – und im besten Fall auch zur Promotion eines Fachhochschulabsolventen.
Meine Damen und Herren,
Fachhochschulen in Deutschland leisten seit vielen Jahren einen wesentlichen Beitrag zum verstärkten Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Die effektive Nutzung und Förderung dieser Forschungspotentiale bleibt auch in Zukunft eine der zentralen forschungspolitischen Ziele und Forschungsschwerpunkte des BMBF.
Ich wünsche Ihnen – Frau Professor Kuperjans und allen beteiligten Projektpartnern – für den Projektverlauf viel Erfolg und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

