Würde und Autonomie in der letzten Lebensphase

11.09.2017

Für die letzte Lebensphase wünschen sich alle Menschen die bestmögliche Lebensqualität. Doch was ist nötig, um diesem Wunsch gerecht zu werden?

Und wie kann das gelingen, wenn der Betroffene nicht mehr zu Hause lebt? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn die Betreuenden – beispielsweise bei demenzkranken Personen – den mutmaßlichen Willen nur erahnen können? Um Antworten auf Herausforderungen wie diese zu finden, sind rund 100 Forschende aus unterschiedlichen Fachdisziplinen am 11. und 12. September im Bundesforschungsministerium zusammengekommen. Gemeinsam tauschen sie sich über Forschungsmethoden aus und diskutieren drängende Fragen zur Palliativversorgung.

„Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, Menschen bis zu ihrem letzten Tag ein würdiges Leben zu ermöglichen und sie im Sterben zu begleiten. Dafür benötigen wir eine umfassende bedarfsgerechte Versorgung, die auf der Grundlage exzellenter Forschung steht“, sagt Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium.

Für die richtige Therapie sind die individuellen Bedürfnisse der Patienten ausschlaggebend

Die Betroffenen leiden während ihrer letzten Lebensphase häufig unter körperlichen Beschwerden. Hinzu können auch psychische oder soziale Problemen kommen. Für die richtige Therapie sind daher die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ausschlaggebend. Erkrankte sollten deshalb – unter Berücksichtigung der ethischen und rechtlichen Grenzen – bereits eng in die Forschung eingebunden werden. Um ihren Wünschen gerecht zu werden, müssen Fachkräfte aus unterschiedlichen Disziplinen Hand in Hand arbeiten. Für eine gute Patientenversorgung muss es gelingen, auch in der Forschung diese unterschiedlichen Berufsgruppen und Fachbereiche zusammenzubringen. Nur so kann die Palliativversorgung angemessen auf die Bedürfnisse der Erkrankten eingehen. „Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Vernetzung der relevanten Akteure aus der Palliativversorgungsforschung. Denn wir sind uns bewusst, dass die Palliativversorgung zu den großen Aufgaben der Gegenwart und Zukunft gehört“, erläutert Rachel.

Das Bundesforschungsministerium fördert Projekte, die sich den zentralen Herausforderungen der Palliativversorgungsforschung stellen.