Studentenaktivistin Mahdieh Golroo wieder aus iranischem Foltergefängnis entlassen

20.06.2012

Meine Erklärung anlässlich der kürzlichen Freilassung der iranischen Studentenaktivistin Mahdieh Golroo aus dem berüchtigten Foltergefängnis Evin,  für die ich im März dieses Jahres die politische Patenschaft im Rahmen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übernommen hatte:

„Ich freue mich sehr, dass Mahdieh Golroo, für die ich die politische Patenschaft übernommen habe, wieder auf freiem Fuß ist. Über die Freilassung hat mich die deutsche Sektion der IGFM informiert. In einem Land wie dem Iran, in dem die universalen Menschenrechte systematisch und seit Jahrzehnten mit Füßen getreten werden, hat sich Mahdieh Golroo mutig und aufopferungsbereit für Bürgerrechte und Demokratie eingesetzt. Als Studentenaktivistin war sie aufgrund dieser Regimekritik immer wieder in die Fänge der iranischen Justiz geraten und im Dezember letzten Jahres verhaftet und in das berüchtigte Foltergefängnis Evin eingewiesen worden.

Neben der nuklearen Bedrohung durch die islamische Republik muss unsere Aufmerksamkeit aber auch weiterhin den Entrechteten, Oppositionellen, Dissidenten und religiösen Minderheiten im Iran gelten. Die gnadenlose Verfolgung der Demokratie- und Menschenrechtsbewegung sowie die Missachtung der elementaren Religionsfreiheitsrechte im Iran, wie jüngst am Beispiel des Todesurteiles gegen Pastor Nadarkhani deutlich wurde, dürfen nicht aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit  treten. Unser politischer Einsatz für die grundlegenden Menschenrechte überall auf der Welt darf nicht ruhen, denn er ergibt sich aus unserem christlichen Menschenbild, dem wir uns als Union verpflichtet fühlen.“

Die IGFM hatte dem EAK-Bundesvorsitzenden Thomas Rachel MdB offiziell für sein Engagement in der Frage der Menschenrechte und für die Übernahme der politischen Patenschaft für Mahdieh Golroo gedankt.