Reform der Pflegeausbildung ist richtig

14.11.2016

Caritas, Caritas Trägergesellschaft West und Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wollen Stärkung der Pflege

Pflegebildungszentrum am St. Marien-Hospital hat Weichen für die generalistisch ausgerichtete Ausbildung schon vor Jahren gestellt

Angesichts der Beratungen des Pflegeberufsgesetzes begrüßte Thomas Rachel MdB, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Möglichkeit, offene Fragen zu den Folgen der Reform der Pflegeberufe mit Trägern von Altenhilfe, Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen zu diskutieren: mit Dipl.-Kfm. Bernd Koch, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), Menka Berres-Förster, Leiterin des Pflegebildungszentrum (PBZ) am St. Marien-Hospital Düren, Suitbert Dolfus, Stellvertretender Leiter des PBZ, Marcus Mauel, Vorstand des Regionalen Caritasverbandes in Düren, Elke Held, Fachreferentin für Krankenhäuser, Caritasverband für das Bistum Aachen e. V., und Prof. Dr. Andreas Wittrahm, Bereichsleiter im Caritasverband für das Bistum Aachen e. V. Inge Prümm, Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro Düren von Thomas Rachel, nahm ebenfalls teil.

Das Pflegeberufsgesetz befindet sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren. Ziel ist es, betonte Menka Berres-Förster, in einer generalistischen Pflegeausbildung die bisher voneinander getrennten Pflegeberufe - Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege - zu einem neuen, modernen Pflegeberuf weiter zu entwickeln.

Die neue gemeinsame Ausbildung endet mit den Berufsabschlüssen Pflegefachfrau und Pflegefachmann und dient der Einrichtung einer Grundprofession „Pflege“.

Das werde die Durchlässigkeit zwischen den Einsatzfeldern klären, bemerkte Thomas Rachel MdB. „Wir wollen eine Aufwertung des Pflegeberufes“.

In Zeiten des Fachkräftemangels wird der Beruf Pflegefachfrau/Pflegefachmann auch zukünftig allen Interessierten offen stehen. Das sei wichtig, da bei mehr pflegebedürftigen Menschen in Zukunft der Bedarf an Pflegekräften weiter steigen werde.

Bedenken aus dem Bereich der Kinderkrankenpflege teilen die Verantwortlichen von Caritas und ctw nicht: Zukünftig wählen die Absolventen einen Ausbildungsschwerpunkt und werden im Rahmen der Praxiseinsätze in der Kinderkrankenpflege mindestens 1700 praktische Ausbildungsstunden absolvieren. Das sichere die fundierte praktische Ausbildung für die Versorgung von Kindern- und Jugendlichen. In allen Fachbereichen der Pflege erlangen die Fachkräfte darüber hinaus weitere spezielle Kenntnisse im Rahmen der Berufstätigkeit im Sinne des lebenslangen Lernens.

Thomas Rachel zeigte sich zufrieden über den bildungspolitischen Austausch, würdigte  den Einsatz der Gesprächspartner für die generalistische Ausbildung und sicherte zu, die wichtigen Argumente in die weiteren Beratungen des Gesetzgebungsverfahrens einzubringen.