Irakische Christen brauchen dringend europäische Hilfe

23.07.2008

Erklärung im Vorfeld zum gemeinsamen Treffen der EU-Innenminister am 24. Juli 2008 in Brüssel


„Als Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU unterstützen wir ausdrücklich die Vorschläge von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble zur Aufnahme eines Kontingents von Flüchtlingen aus dem Irak, die wegen ihres Glaubens um ihr Leben bangen müssen. Natürlich gilt unsere Solidarität allen Betroffenen, deren Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Es kann nicht geleugnet werden, dass die grausamen Verfolgungen und Vertreibungen zu einem großen Teil gerade die Angehörigen der christlichen Kirchen betreffen. Diese Tatsache muss uns zum entschlossenen Handeln motivieren. Deutschland und die Europäische Union sind zur schnellen, humanitären Hilfe dort aufgerufen, wo Menschen an Leib und Leben bedroht sind.

Die Gesamtsituation im Irak und in den Flüchtlingslagern Syriens und Jordaniens ist besorgniserregend. Vordringliches Ziel aller politischen und diplomatischen Bemühungen muss es sein, dass die religiösen Minderheiten, also auch die Christen, in ihrer angestammten Heimat ohne Verfolgung und Diskriminierung leben können. Dies sollte bei einer europäischen Lösung mitbedacht werden.

Dort, wo es aber um die unmittelbare Bedrohung des Einzelnen geht, muss die humanitäre Hilfe und gegebenenfalls die Gewährung von Asyl in der Europäischen Union erfolgen.“