„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Investitionen in die Begabtenförderung eine sichere Wertanlage”

29.07.2009

Anerkennung für die Begabtenförderung der Evangelischen Kirche


Das Evangelische Studienwerk in Villigst freut sich über Besuch aus Berlin. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel MdB, reiste in das westfälische Schwerte, um sich ein Bild davon zu machen, wie der Mittelaufwuchs in der Begabtenförderung vor Ort angekommen ist.

„Ich freue mich, dass die Begabtenförderung durch das Evangelische Studienwerk so gut umgesetzt wird“, sagte Rachel. „Investitionen in die Bildung im Allgemeinen und die Begabtenförderung im Speziellen sind gerade vor dem Hintergrund der Finanzkrise in einem rohstoffarmen Land unerlässlich.“ Nach den Worten Rachels habe das Evangelische Studienwerk in den vergangenen Jahren einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung sein Ziel erreichen konnte, den Stipendiatenanteil in der Studierendenschaft innerhalb einer Legislaturperiode um 50% zu steigern: Mehr als ein Prozent aller Studierenden in Deutschland erhält inzwischen aus Mitteln des BMBF ein Stipendium von einem der elf großen Begabtenförderungswerke. In diesem Jahr wurden mit 132,3 Mio. Euro mehr als je zuvor zur Verfügung gestellt. Allein das Evangelische Studienwerk konnte so in den letzten beiden Jahren ein Wachstum von durchschnittlich 13% erreichen. Wesentliche Unterstützung erfuhr es hierbei auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und den Landeskirchen.

„Das Evangelische Studienwerk ist für mich ein entscheidendes Scharnier zwischen Kirche und Hochschule“, stellte Rachel, selbst engagierter Protestant, bei seinem Besuch fest. Es liefere wertvolle Denkanstöße für die Bereiche Wissenschaft, Hochschule und Nachwuchsförderung. Rachel ermutigte das Studienwerk, diese wichtige Funktion weiterhin wahrzunehmen. „Für die Lösung gegenwärtiger Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft brauchen wir Köpfe wie Sie“, sagte er in Richtung der anwesenden Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Auch der Bologna-Prozess war ein Thema, das der Staatssekretär mit der Leitung und den Stipendiaten des Evangelischen Studienwerks diskutierte. „Im Hinblick auf die Reformen an den deutschen Hochschulen hat die Betreuung und Beratung der Stipendiatinnen und Stipendiaten eine neue Bedeutung angenommen“, sagte Rachel. „Ich freue mich zu sehen, dass Villigst den Studierenden einen Ort bietet, an dem sie eine intensive Begleitung erfahren und gemeinsam mit anderen jungen Menschen neue Ideen entwickeln können“, so der Staatssekretär weiter.

Thomas Rachel selbst war vor seiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär von 2001 bis 2005 Kuratoriumsmitglied des Evangelischen Studienwerks.