Freiheit für Pastor Nadarkhani

05.03.2012

Auf Grund der bevorstehenden Hinrichtung des evangelischen Pastors Youcef Nadarkhani im Iran wendet sich der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel MdB, in einem Offenen Brief an den Botschafter der Islamischen Republik Iran, Ali Reza Sheikh Attar:

„Eure Exzellenz,

im Namen des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK), der alle evangelischen Christinnen und Christen in den beiden Unionsparteien Deutschlands vertritt, und im Namen der universal gültigen Menschenrechte protestiere ich aufs Schärfste gegen die geplante Hinrichtung von Pastor Youcef Nadarkhani in Ihrem Land. Der Iran missachtet mit diesem unrechtmäßigen und barbarischen Urteil in eklatanter Weise die gültigen und verbindlichen Grundlagen zivilisierter Humanität und schreitet damit einmal mehr voran auf der abschüssigen Bahn, die zu seiner weiteren, schmerzvollen internationalen Isolation führen wird.

Sie sind aufgefordert, all Ihren Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass die elementaren religiösen Freiheitsrechte gewahrt und die systematischen staatlich ausgeübten Verfolgungen von Christen und anderen religiösen Minderheiten sofort beendet werden. Sie tragen überdies Mitverantwortung dafür, wenn das Ansehen des Islam in aller Welt durch solches zum Himmel schreiende Unrecht in Verruf gerät. Dies würden wir sehr bedauern.

Als Evangelischer Arbeitskreis fordern wir hiermit die Aufhebung des Todesurteiles gegen Pastor Nadarkhani und seine sofortige Freilassung.“