Ein Dorf für kleine Nachwuchsforscher

13.06.2017

Das Forschungszentrum Jülich baut ein neues Gebäude für die betriebsnahe Kindertagesstätte "Kleine Füchse e. V.", in der künftig bis zu 120 Kinder Platz finden. Nach Fertigstellung wird sie mit acht Gruppen zur größten Einrichtung im Kreis Düren. Gemeinsam mit Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel MdB, Landrat Wolfgang Spelthahn und Vertretern der Kleinen Füchse nahm Karsten Beneke, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, heute den feierlichen Spatenstich auf der Baustelle des künftigen KiTa-Geländes vor.

Rund 2000 Quadratmeter Innenraumfläche und 7000 Quadratmeter Außenfläche werden den "Kleinen Füchse" im Alter zwischen vier Monaten und 14 Jahren zur Verfügung stehen. Dafür gibt es rund 6,9 Millionen Euro. Diese Zahlen und Fakten machen deutlich, dass der kleinste Forschernachwuchs im Forschungszentrum Jülich größte Wertschätzung genießt. Das neue Gebäude, in dem bis zu 120 Kinder betreut werden können, soll zum Start des neuen Kindergartenjahres im Sommer 2018 bezogen werden. Mit künftig acht Gruppen, darunter eine Hortgruppe, ist es die größte KiTa im Kreis Düren. Der U3-Anteil beträgt rund 40 Prozent. Die neue Einrichtung wird wie bisher auch für Kinder aus der Stadt Jülich und dem Kreis Düren offen stehen.

"Eine gute Kinderbetreuung ist für Eltern der zentrale Baustein bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Forschungszentrum Jülich ist ein familienbewusstes Unternehmen und bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier mit den 'Kleinen Füchsen' seit vielen Jahren ein qualitativ hochwertiges Angebot. Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, dieses weiter auszubauen. Dies ist ein wichtiges Signal, auch und gerade bei der Anwerbung neuer Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland", erklärt Karsten Beneke, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums.

Auf einer Ebene, mit einer großen Terrasse, einem Marktplatz in der Mitte des Gebäudes, Bewegungs- und Themenräumen sowie Kinder- und Frischküche zur Versorgung der gesamten Einrichtung wird die neue KiTa bald wie ein kleines (Forscher-)Dorf aussehen. Die Grundfläche umfasst unter dem Dach 2.170 m². Die Außenanlagen erweitern das Areal noch einmal deutlich: Der Garten weist eine Fläche von 6.960m² auf. Auch der Standort selbst ist neu: Waren die Kleinen Füchse bisher auf dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Bundesbahn-Ausbesserungswerks (BAW) untergebracht, ist die KiTa mit dem Neubau nun auf dem Forschungscampus selbst, was für manche Eltern eine zusätzliche Erleichterung bedeutet. Die bestehenden Betreuungsschwerpunkte des pädagogischen Konzepts als Bewegungskindergarten, mit stetigem gesundem Essen und Trinken, naturwissenschaftlicher Bildung, teiloffener Betreuung und der Elternarbeit sollen mit der neuen KiTa weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus werden nun auch die bilinguale Erziehung (deutsch und englisch) und die Zertifizierung der Einrichtung als "Haus der kleinen Forscher" in das Portfolio der Einrichtung aufgenommen. "Wir freuen uns, dass wir uns nicht nur räumlich, sondern auch mit der pädagogischen Arbeit auf ein hochwertiges Fundament stellen können", so Karsten Beneke. Mit den bald insgesamt 120 Plätzen erweitern das Forschungszentrum und die "Kleinen Füchse" ihr Betreuungsangebot noch einmal um 30 Plätze. Der Neubau der KiTa ist der zweite Schritt zum großflächigen Ausbau des KiTa-Angebots. Bereits 2015 wurde mit Hilfe von Mietmodulen am bisherigen Standort auf dem BAW-Gelände das Angebot von 70 auf 90 Betreuungsplätze angehoben.

"Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist zentral, um gleiche Karrierechancen und gute berufliche Perspektiven für Frauen und Männer zu ermöglichen. Mit dem Neubau der KiTa 'Kleine Füchse' schaffen wir mehr Betreuungsplätze mit einem hochwertigen pädagogischen Konzept und dem Angebot der Zweisprachigkeit für Familien aus dem Kreis Düren", betont Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.