Bundesfreiwilligendienst stärkt unsere Gesellschaft

15.07.2016

Kolumne in SUPER SONNTAG
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit fünf Jahren gibt es den Bundesfreiwilligendienst. Im Jahr 2011 wurde er von der Bundesregierung eingerichtet. Seitdem sind die sogenannten „Bufdis“ mit großem Erfolg im Einsatz. Unter dem Motto „Zeit, das Richtige zu tun“, starteten damals die ersten 566 Freiwilligen in den Dienst. Mittlerweile sind daraus rund 216.000 ehemalige und aktive „Bufdis“ geworden. Die Freiwilligen erhalten ein „Taschengeld“ von bis zu 370 Euro.

Sie unterstützen in der Flüchtlingsarbeit, im Sport, in den Kitas, bei Integration und Inklusion sowie in vielen weiteren sozialen, kulturellen und ökologischen Bereichen. Bei uns im Kreis Düren sind die Freiwilligen in über 70 Einsatzstellen engagiert. Ihre Arbeit ist eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft.

Zahlreiche Freiwillige durfte ich bereits kennen lernen. An Förderschulen in Jülich und Düren unterstützen und begleiten die freiwillig Tätigen aus dem Bundesprogramm die Schüler mit Behinderung in ihrem Schulalltag und bei Ausflügen. Sie ermöglichen so eine gezielte Förderung. In unseren Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen im Kreis Düren helfen Sie beim Verteilen des Mittagessens und schenken den Bewohnern wertvolle Zeit. Sie lachen, spielen und lesen gemeinsam oder bereiten Freude bei einem Ausflug ins Café.

Auch Rettungsdienste werden tatkräftig von den „Bufdis“ unterstützt. Hier sind sie zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit, Erste-Hilfe zu leisten.

Chancen für Städte und Gemeinden im Kreis Düren bietet auch das neue Sonderprogramm "Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug". So wurden etwa der Gemeinde Nörvenich auf Antrag hin unbürokratisch und schnell vier Stellen aus diesem Kontingent genehmigt. Diese wurden mit einheimischen Freiwilligen und mit Asylberechtigten besetzt, die zum Beispiel bei Übersetzungen, kulturellem Verstehen und der Vermittlung der deutschen Sprache behilflich sind.

Mitmachen können beim Bundesfreiwilligendienst alle, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben: Jugendliche, Frauen, Männer, Senioren. Wer sich gemeinwohlorientiert engagieren möchte, kann sich beim Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben unter www.bundesfreiwilligendienst.de weiter informieren.

Allen, die sich hier engagieren, gilt mein Dank und meine Anerkennung.

Der Bundesfreiwilligendienst ist eine kostbare Erfahrung für die Freiwilligen und eine Bereicherung für jeden Einsatzort. Er stärkt die Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Rachel