Bildung soll allen zugänglich sein

30.05.2015

Kolumne in SUPER Sonntag
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Daher soll jedes Kind und jeder Jugendliche die bestmöglichen Bildungschancen erhalten – unabhängig von der sozialen Herkunft. Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. In lokalen Bündnissen für Bildung setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger bundesweit Projekte für Kinder und Jugendliche um, die aus Verhältnissen kommen, die den Zugang zu Bildung erschweren: Paten- und Mentorenprogramme, Leseförderungen, Ferienfreizeiten, Musik-, Tanz-, Theater- oder Zirkusaktionen. Durch die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur erleben die Kinder und Jugendlichen persönliche Wertschätzung, sie entwickeln neue Perspektiven und erlernen wichtige Fähigkeiten für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben.

Das vom BMBF geförderte Programm wird von bundesweiten 32 Verbände und Initiativen als Partner genutzt und fördert die Bündnisse vor Ort. Es gibt schon über 10.000 Angebote – und es werden immer mehr! Insgesamt existieren über 10.000 außerschulische Maßnahmen, welche die Persönlichkeit der Jugendlichen stärken und auch ihren schulischen Erfolg fördern. Auch im Kreis Düren profitieren bereits Initiativen von diesem Kulturprogramm. Sie verbessern die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in unserer Region. Im Kreis Düren werden drei Leseclubs gefördert. Der Leseclub der Kreisverwaltung Düren wird im Bündnis mit der Gemeinschaftsschule Martin-Luther in Düren betrieben. Die Katholische Grundschule im Pesch wird im Bündnis mit der Bürgerstiftung Düren und die offene Ganztagsschule Schönblick im Bündnis mit der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Heimbach betrieben. Es finden in allen drei Leseclubs betreute Angebote zur Leseförderung statt.

Das BMBF fördert die Kinder- und Jugendbildung seit 2013 mit insgesamt 230 Millionen Euro. Von den Angeboten wie Filmdrehen, Tanz- und Musikunterricht oder auch Theater- und Museumsbesuchen profitierten bereits rund 300.000 Kinder und Jugendliche. Diese Investition ist in meinen Augen ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit und stärkt Kompetenzen wie Teamgeist, Selbstvertrauen und Ehrgeiz bei den Heranwachsenden.

Wenn es uns gelingt, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen, die es nicht so leicht haben in ihrem Leben, durch die Angebote kultureller Bildung etwas mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und Talente sowie Freude am gemeinsam Erlernten zu vermitteln, haben wir etwas sehr Gutes und Bleibendes auf den Weg gebracht.