6. Berliner Demografie-Forum der Diakonie Deutschland

16.02.2017

Es ist für mich eine besondere Freude, dass wir heute im Rahmen dieses Forums ins Gespräch kommen und die Frage diskutieren, welche Aufgabe eigentlich Bildung in unserer Gesellschaft hat. Denn wenn das Thema unserer Diskussion lautet: „Kann Bildung die Polarisierung unserer Gesellschaft stoppen?“, dann geht es ja genau darum, welche Aufgabe Bildung heute hat.

Und es wird Sie sicher nicht überraschen, dass ich als Bildungsstaatssekretär auf diese Frage („Kann Bildung die Polarisierung stoppen?“) definitiv nicht mit „Nein!“ antworte. Gleich vorweg: Ich beantworte sie so, wie sie formuliert ist, aber auch nicht mit „Ja!“, denn Bildung kann dies nicht allein. Aber ich sage: „Bildung trägt wesentlich dazu bei, dass eine Gesellschaft zusammenhält.“

I.
Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns schnell über eines werden verständigen können:
Eine der vornehmsten und wichtigsten Aufgaben ei-ner Gesellschaft besteht darin, die nachfolgenden Generationen in die Lage zu versetzen, die Heraus-forderungen der Zukunft zu bewältigen und die Grundlagen für ein friedliches Miteinander zu legen.

Das aber geht nur mit einem Mindestmaß an ethi-scher, politscher und historischer Bildung, also dem, was man „Persönlichkeits¬bildung“ nennt.

Schon Wilhelm von Humboldt vertrat dieses Ver-ständnis von einer Bildung, die Menschen zu Persön-lichkeiten werden lässt. Er hielt Freiheit des Einzel-nen sowie vielseitiges Interesse für Voraussetzun-gen, um eine solche Bildung zu verwirklichen.   Diese Aspekte sind auch heute noch zentral für Bildungsbi-ografien. Denn gerade heute brauchen wir in unserer Gesellschaft Menschen
- die auf Basis von Erfahrungen Entscheidungen für die Zukunft treffen,
- wir brauchen Menschen, die kluge Ideen zu In-novationen führen, und
- wir brauchen Menschen, die sich auf neue Situa-tionen einlassen und dann abwägen, was um-setzbar ist.
Das alles aber auf einem sicheren Wertefundament!

Bildung wird so zu einem Schlüssel für ein gelingen-des Leben und soziale Teilhabe.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Gewalt und der extremistischen Auswüchse, die wir aktuell auf der ganzen Welt, aber auch bei uns beobachten müssen, wird uns der Stellenwert erfolgreicher Bildung und ihr Beitrag zu unserer Demokratie immer deutlicher.

Bildung ist das beste Mittel gegen jede Form von Ra-dikalisierung und (wie es der Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer einmal ausge¬drückt hat): Bildung ist all-gemein ein sicherer Puffer gegen Menschenfeindlich-keit.
Und damit ist Bildung eine tragende Säule für Frieden und soziale Gerechtigkeit.

Bei der Aufgabe, diese Säule so stark wie möglich zu machen, kann eine Gesellschaft aber nur dann erfolg-reich sein, wenn sie möglichst optimale Bedingungen dafür schafft, dass sich Bildung für jeden persönlich ereignet.

II.
Für die Bundesregierung hat diese Aufgabe nicht erst seit gestern höchste Priorität: Wir wollen, dass in un-serem Land Rahmenbedingungen herrschen, in de-nen sich Menschen – unabhängig von Geschlecht, Al-ter, Einkommen, Glauben oder Herkunft – die not-wendigen Kompetenzen aneignen können, um Ver-antwortung für sich und andere zu übernehmen.

Welche Schwerpunkte eine Regierung setzt, lässt sich immer auch ganz gut an Zahlen ablesen: Dass der Etat für das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Haushaltsjahr 2017 erneut gesteigert wurde – und zwar um weitere 1,2 Milliarden Euro auf nun rund 17,6 Milliarden Euro – zeigt, welch‘ große Bedeutung wir Bildung und Forschung beimessen, und damit ganz konkret im BMBF als dem Zukunfts-ministerium unseres Landes. Diese Entwicklung wer-den wir fortsetzen.


III.
Eine wichtige Grundbedingung für ein erfolgreiches Bildungssystem ist, dass jede und jeder die Chancen auf bestmögliche Bildung nicht nur auf dem Papier erhält, sondern auch tatsächlich nutzen kann.

Das hat uns eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft bescheinigt. Deren Fazit lautet: „Seit dem Schock der ersten PISA-2000-Erhebung haben sich wichtige gerechtigkeitsrelevante Aspekte beim Zu-gang zu Bildung verbessert“ .

So hat sich zum Beispiel der Bildungsabstand zwi-schen Kindern mit Migrationshintergrund und Kin-dern mit deutschem Hintergrund weiter verringert.
Ein Befund der Untersuchung, über den ich mich be-sonders gefreut habe, ist, dass dem deutschen Bil-dungssystem eine größere Durchlässigkeit beschei-nigt wird und die Kopplung zwischen dem sozialen Status der Eltern und dem Bildungsniveau weiter ab-nimmt. Es gibt in Deutschland, so eine Kernaussage der Wissenschaftler, mehr Bildungsaufsteiger als -absteiger.

Auch der nationale Bildungsbericht bestätigte uns im letzten Jahr, dass sich die Bildungsbeteiligungsquo-ten von Menschen mit und ohne Migrationshinter-grund annähern und der Anteil der Studienberechtig-ten mit und ohne Migrationshintergrund, die ein Stu-dium annehmen, fast auf gleichem Niveau liegt.

Doch er zeigte auch, wo wir noch besser werden müssen: Denn jeder Bildungsabsteiger und jede Ein-zelne, die ihre Chancen auf gute Bildung nicht nutzen kann, ist eine/einer zu viel.

(Nebenbei: Nicht nur die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland muss uns beschäftigen, auch in den Heimatländern der zu uns Kommenden engagiert sich die Bundesregierung, um in der schulischen oder be-ruflichen Bildung zu unterstützen und damit Bleibe- und Zukunftsperspektiven vor Ort zu schaffen. Mit den Schwerpunkten Bildung sowie Forschung für ei-ne nachhaltige Entwicklung übernimmt das BMBF globale Verantwortung.)

IV.
Aus der Entwicklung der vergangenen Jahre haben wir unter anderem eines gelernt: Es gibt kein Patent-rezept für Bildungsgerechtigkeit.

Bildungsgerechtigkeit in einer Zeit, in der die Gesell-schaft immer bunter, vielfältiger und ungleicher wird, lässt sich nicht abstrakt und für alle auf dieselbe Weise verwirklichen. Nicht alle Ungleichheiten sind ungerecht und nicht jeder Unterschied ist diskrimi-nierend.

Bei der Frage, wie Bildungsgerechtigkeit verwirklicht werden kann – und nur dadurch wird künftig die Ge-sellschaft zusammengehalten werden – kommen wir nur weiter, wenn der Blick auf konkrete Probleme und Schwierigkeiten gerichtet wird: Für wen und wann im Laufe der Bildungsbiographie, welche Hindernisse und Ungleichheiten existieren?

Wir müssen genau hinschauen, welche Barrieren und Hürden existieren, die verhindern, dass Bildungs-chancen auch tatsächlich wahrgenommen werden können.

So nutzt es zum Beispiel wenig, wenn zwar für be-hinderte und nicht-behinderte Schülerinnen und Schüler prinzipiell der gleiche rechtliche Zugang zu den Schulen gewährt wird, aber die baulichen Vo-raussetzungen dafür nicht gegeben oder die Lehrkräf-te nicht ausreichend qualifiziert sind. Genau hier müssen wir dann aber beim Thema Inklusion anset-zen.

Barrieren und Hindernisse im Verlauf einer Bildungs-biographie sind immer ganz individuell. Und genau so individuell müssen die Lösungen sein, mit denen die-se Barrieren überwunden werden.

V.
Und wenn wir nun an Migration und Integration den-ken?

Hier müssen wir uns zunächst mal um die gesetzli-chen Grundlagen kümmern, damit Kinder, Jugendli-che und Erwachsene die vorhandenen Bildungsan-gebote auch nutzen können. Wir müssen uns mit Pri-orität um die Sprachförderung kümmern. Und wir müssen ermöglichen, dass die Kompetenzen und Po-tenziale der Zuwanderer erkannt werden, damit der Einstieg in Ausbildung und Studium möglichst opti-mal unterstützt werden kann. Genau das sind wir im letzten Jahr angegangen.

Sie sehen: Bei der Verwirklichung von Bildungsge-rechtigkeit für neu Zugewanderte ist also anderes wichtiger als beispielsweise bei der Umsetzung von Inklusion in den Bildungseinrichtungen.

Und die Herstellung von Chancengerechtigkeit fängt bereits in den Kitas an: Auch hier sind andere Fragen entscheidend, zum Beispiel mit Blick auf die Profes-sionalisierung der Fachkräfte oder die Qualitätssiche-rung der Einrichtungen.

Und wenn wir die jungen Leute fit machen wollen für den Einstieg ins Arbeitsleben, dann sind wiederum andere Überlegungen anzustellen als bei der Frage, welche Strukturen und Maßnahmen es braucht, um älteren Menschen das Nachholen von Bildungsab-schlüssen zu erleichtern oder ihnen die Anerkennung ihrer Kompetenzen zu ermöglichen, die sie sich im Laufe ihres Lebens außerhalb der traditionellen Bil-dungswege erworben haben.

Unser Ziel muss es sein, auf diese zum Teil völlig un-terschiedlichen Fragen die jeweils besten Antworten zu geben. Ein erheblicher Anteil des BMBF-Haushalts fließt daher in die Förderung der Bildungsforschung: Wir wollen und müssen wissen, welche Probleme ganz konkret existieren und welche Maßnahmen in der Praxis wirklich wirken.

Daher hat das BMBF zum Beispiel Projekte im Kon-text des Rahmenprogramms zur Förderung der empi-rischen Bildungsforschung seit seinem Start im Jahr 2007 mit rund 162 Mio. Euro gefördert – darunter auch den Forschungsschwerpunkt „Chancengerech-tigkeit und Teilhabe“. Dort ging es darum, die Über-gänge in die berufliche und die Hochschulbildung, die Gestaltung inklusiver Bildung, außerschulische Faktoren und Bildungsorte und insbesondere die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrati-onshintergrund in den Blick zu nehmen.

Die Ergebnisse konnten zeigen: Sowohl der schuli-sche als auch der außerschulische Bereich bietet ei-ne Vielzahl von Möglichkeiten, Bildungschancen und damit Bildungsgerechtigkeit zu verbessern. Eine von vielen Handlungsempfehlungen lautete zum Beispiel, in den Schulen verstärkt auf multiprofessionelle Teams zu setzen, um der zunehmenden Heterogenität der Schülerinnen und Schüler gerecht werden zu können. (Leider ist jetzt kein Ländervertreter hier an-wesend, denn genau dort müssen diese Fragen ge-löst werden.)

Immer bedeutsamer für die weitere Erforschung der Ursachen von Ungerechtigkeiten im Bildungssystem werden die Daten sein, die wir durch das Nationale Bildungspanel erhalten, das Bildung von der Geburt bis ins Alter im Längsschnitt begleitet und unter-sucht. Auch die nationale Bildungsberichterstattung – Schwerpunkt des letzten Bildungsberichts war ja auch das Thema „Bildung und Migration – macht uns auf Herausforderungen und Weiterentwicklungsbe-darf aufmerksam und ist mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil eines erfolgreichen Bildungsmonitorings geworden. Auch auf regionaler und lokaler Ebene wird dieses Bildungsmonitoring immer wichtiger.

Bei allen Überlegungen wird eines ganz klar:
Bildungsgerechtigkeit in unserem Land kann nicht bedeuten: Gleiche Resultate für alle! Unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen erfordern unterschied-liche Lernumwelten.

Wer echte Chancengerechtigkeit will, muss ein mög-lichst großes Maß an Differenzierung von Lern- und Förderangeboten, Bildungswegen und Schullaufbah-nen zulassen und den Wechsel und die Durchlässig-keit zwischen ihnen ermöglichen und fördern.

Das muss unser Ziel sein. Dazu gehört dann auch ei-ne Bildungsberatung, die Transparenz schafft und als eine echte Unterstützung im Prozess des lebenslan-gen Lernens wahrgenommen wird.

VI.
Das Grundgesetz formuliert in Artikel 3, dass nie-mand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstam-mung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevor-zugt und niemand wegen seiner Behinderung be-nachteiligt werden darf. Für die Gleichheit vor dem Gesetz, auf den sich der Artikel 3 bezieht, scheint das eindeutig, unstrittig und klar.

Leider ist die Umsetzung dieser Forderung mit Blick auf die Realisierung von Bildungsgerechtigkeit – wie wir wissen – nicht ganz so eindeutig und klar.

Was allerdings unstrittig sein dürfte ist, dass die Ab-schaffung von Ungerechtigkeiten und Benachteili-gungen in der Bildung als eine gesamtgesellschaftli-che – und mittlerweile auch als eine internationale – Aufgabe angesehen werden muss.

Für diese Aufgabe, die essentiell für die Zukunft nicht nur unseres Landes ist, braucht es eine gemeinsame Anstrengung aller Verantwortlichen in Politik, Verwal-tung, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Zivilgesell-schaft und die enge Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen.

Ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie wir diejenigen unterstützen, die für die Gestaltung von Bildung vor Ort Verantwortung übernehmen, ist unsere Initiative „Kommunales Bildungsmanagement“. Damit sorgen wir dafür, dass die lokalen Kräfte gebündelt und die Kooperation aller Bildungsakteure in den Städten und Landkreisen sichergestellt werden kann – eine ganz entscheidende Bedingung auch für die Verwirkli-chung von Bildungsgerechtigkeit – und das über ganz Deutschland hinweg.

Auch mit unserem Förderprogramm „Kultur macht stark“, mit dem wir außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Ju-gendliche fördern, stiften wir eine breite, auch bür-gerschaftlich getragene Bewegung für mehr Bil-dungschancen und für mehr Bildungsgerechtigkeit. Und wir haben Erfolg: Wir erreichen dadurch genau die Kinder und Jugendlichen, die besondere Schwie-rigkeiten im Bildungszugang haben.

VII.
Das alles zeigt: Bildung ist ein Schlüssel für Persön-lichkeits¬entwicklung wie für ein friedliches Miteinan-der, für soziale Teilhabe wie für ein individuell gelin-gendes Leben.

Aber nur so halten wir unsere Gesellschaft zusam-men, und nur so verhindern wir Polarisierung (wie sie im Titel der heutigen Diskussion genannt ist).

Bildung kann aber nur eine stabile Säule für den Er-halt der Gesellschaft sein, wenn es gerecht zugeht.

Bildungsgerechtigkeit schaffen wir nicht abstrakt, sondern immer ganz konkret auf der Basis individuel-ler Möglichkeiten und Bedürfnisse. Und: Wir schaffen dies nur gemeinsam. Jede und jeder, insbesondere alle staatlichen Ebenen müssen dabei ihre Verantwor-tung wahrnehmen.

Die Bundesregierung, das BMBF, tut genau dies.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 
Mögl. Zusatz aus der AWO-Rede von Herr PStR vom 07.12.2016:

Zusammenfassend kann man sagen: Integration durch Bildung ist in Deutschland mit drei zentralen Herausforderungen verbunden:
I. Die erste Herausforderung ist die zunehmende Heterogenität der Lernenden: Der kulturelle Hintergrund, die persönliche Lebenssituation, die unterschiedlichen Erfahrungshorizonte, Vorqualifikationen und Kompetenzen – all dies prägt die individuellen Bildungsbiographien, mit denen wir es zu tun haben. Wir sehen uns mit einer Diversität konfrontiert, die im Niveau und im Typus ihrer Komplexität über all das hinausgeht, was wir je zuvor erlebt haben. Da-rauf müssen wir mit differenzierten pädagogi-schen Angeboten reagieren.
II. Die zweite Herausforderung ist es, die Qualität unseres Bildungssystems zu sichern. Deutschland hat in den letzten Jahren deutli-che Fortschritte erzielt und steht auch im in-ternationalen Vergleich gut da. Unseren hohen Qualitätsanspruch auf allen Ebenen und in al-len Bereichen des Bildungssystems gilt es trotz neuer Aufgaben und Anforderungen auf-recht zu erhalten.
III. Die dritte Herausforderung ist, wie gesagt, die Vermittlung eines übergreifenden demokrati-schen Werteverständnisses und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Das Leben in einer offenen, demokratischen und pluralisti-schen Gesellschaft mit der garantierten Frei-heit des Glaubens, der Meinung und der Pres-se sollte Ausdruck und Eingang in allen Berei-chen des Bildungssystems finden. Dies erhält neben der Vermittlung kognitiver Kompeten-zen und berufsbezogener Qualifikationen ei-nen ganz besonderen Stellenwert.

Unsere Maßnahmen haben diese Herausforderungen im Blick. Sie sind gut angelaufen und stoßen auf brei-te und positive Resonanz. Und dennoch sind sie als lernende Programme und Initiativen zu verstehen. Im Austausch mit den Betroffenen, mit Akteuren in Bund, Land, Kommune, mit Ehrenamtlichen und Prak-tikern gilt es, fortwährend nach zu justieren, um den erzielten Wirkungsgrad zu erhöhen. Hierfür brauchen wir ein Zusammenwirken von Bildungspolitik, Verwal-tung und Praxis ebenso wie die Interaktion mit der Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Genauso, wie wir von denjenigen, die zu uns kommen Offenheit, Toleranz, Respekt und Neugier erwarten, so gilt das auch für uns alle, die hier leben. Persönli-che Begegnungen und das Sprechen miteinander, nicht übereinander; dass wir die verschiedenen Per-spektiven und Erfahrungen zusammen führen zu ei-nem differenzierten Bild – all das wird uns dabei hel-fen, Vielfalt zu begreifen – in ihren Herausforderun-gen, aber auch in ihrem Reichtum.