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MdB Rachel besuchte Agentur für Arbeit Düren


Datum: 13.07.2010

Am Dienstag, 13.Juli folgte der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren, Thomas Rachel, einer Einladung des Leiters der Agentur für Arbeit Düren Harald Küst. „Unser regelmäßiger Informationsaustausch zur Arbeitsmarktsituation des Kreises Düren hat sich bewährt, erklärte Rachel zur Begrüßung: "Die Agentur für Arbeit Düren ist ein wichtiger Partner der Politik bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit."

Inhalte des vertrauensvollen Gespräches waren die Vorstellung des neuen Arbeitsmarktmonitors und die aktuelle Situation am Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt im Kreis Düren. Küst unterstrich die Bedeutung des neuen Instruments:“ Mit dem Monitor schaffe die Agentur für Arbeit erstmals ein Instrument, mit dem zukünftige Entwicklungen in räumlich begrenzten Arbeitsmärkten eingeschätzt werden könnten. „Damit wird es möglich sein, lokale und regionale Besonderheiten zu erkennen und auf spezifische Anforderungen rechtzeitig zu reagieren“, sagte der Leiter der Agentur für Arbeit.

Dem Monitor liegt eine Datenbank zugrunde, die mit einer Vielzahl an Daten gefüttert ist. Er bildet ab, wie hoch das Risiko in einer Region ist, die Arbeit zu verlieren (Beschäftigungsrisiko) und wie gut oder schlecht die Region strukturell aufgestellt ist (zum Beispiel soziale Lage, Bildungslage, Arbeitsmarktverfassung). „Der Monitor hilft, Arbeitsmarktstrategien zu entwickeln, die über den Tag und die aktuelle Krise hinausweisen“, so Thomas Rachel. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass Arbeitsmarktpolitik besser mit Bildungsstrategien und Wirtschaftsförderung vernetzt werden muss.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Situation der jungen Menschen an der Schwelle Schule/Beruf. Rein rechnerisch ist der Ausbildungsmarkt der Region ausgeglichen, jedem ausbildungsfähigen Jugendlichen, der bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur vorspricht, kann ein Angebot unterbreitet werden. Ende Juni gab es noch 693 unversorgte Bewerber/innen, denen 405 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber standen.

Ausführlich diskutierten beide Gesprächspartner die Situation junger Leute beim Übergang von der Schule in den Beruf. Auch im Hinblick auf die vielfältigen ergänzenden Berufseinstiegsangebote waren sich Rachel und Küst einig, dass jedem Jugendlichen eine Ausbildungschance gegeben werden muss. Seit Einführung des Ausbildungsbonus haben allein im Kreis Düren 160 Jugendliche eine zweite Chance erhalten.

„Der Ausbildungsbonus ist insbesondere für Betriebe interessant, die zusätzliche Ausbildungsplätze für Altbewerber oder für Jugendliche mit besonderen Problemen zur Verfügung stellen“, erklärte der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Düren, Harald Küst. Arbeitgeber können Zuschüsse zwischen 4.000 Euro und 6.000 Euro erhalten, wenn sie zusätzlich einen Altbewerber ohne Schulabschluss, mit einem Sonderschulabschluss oder mit einem Hauptschulabschluss in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf ausbilden. Rachel wirbt bei seiner Ausbildungstour 2010 um die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen. Nach wie vor besteht Bedarf- von einer entspannten Ausbildungsstellensituation zu sprechen, trifft nicht die individuellen Schwierigkeiten der jungen Menschen. "Mancher Jugendliche ist schulmüde und möchte endlich in einem Betrieb anpacken und zeigen, was in ihm steckt. Der Ausbildungsbonus soll Unternehmen helfen, einen solchen Ausbildungsplatz zu schaffen. Wir dürfen keinen ausbildungswilligen Jugendlichen zurücklassen, sondern müssen Angebote machen“, betonte Thomas Rachel, MdB und Bundestagsabgeordneter für den Kreis Düren.