Maßnahmen der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten
Datum: 26.04.2010
Die Fortführung des Programms "Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten" geben in einer gemeinsamen Veranstaltung im Haus des Deutschen Handwerks der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel MdB, und der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, bekannt. „Politik und Wirtschaft verbindet der gemeinsame Wille, junge Menschen auf ihrem individuellen Weg ihrer Berufswahl zu unterstützen“, so Rachel. „Dieses BMBF-Programm motiviert die jungen Leute, steigert ihr Selbstwertgefühl und zeigt ihnen die Anforderungen der Arbeitswelt realistisch auf“.
Das Programm zur Berufsorientierung wurde 2008 gemeinsam von BMBF und ZDH initiiert. Nach zweijähriger Laufzeit und erfolgreicher Evaluierung wird das Programm nicht nur weitergeführt, sondern auch ausgebaut. Es wird zusätzlich um die Komponente einer Potenzialanalyse ergänzt. „Mit 50 Mio. Euro wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2010 das Programm, mit dem bereits fast 82.000 Schülerinnen und Schüler in Berufsorientierungsmaßnahmen gefördert wurden, auf eine solide Grundlage gestellt. Wir wollen die Berufsorientierung möglichst flächendeckend einführen“, betonte Staatssekretär Rachel, „Wir dürfen keine Talente brachliegen lassen, wir müssen uns um jeden Einzelnen kümmern, damit der Weg in die Ausbildung und danach in die Berufswelt geebnet wird.“
Staatssekretär Rachel und Generalsekretär Schwannecke stimmen darin überein, dass die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler eine hervorragende Möglichkeit bietet, sehr frühzeitig Einblicke in eine duale Ausbildung zu erhalten. Der Erfolg der bisher durchgeführten Maßnahmen belege dies eindeutig. Daher sollte die Berufsorientierung in eine zukunftsorientierte Schulpolitik integriert werden, um so auch Fehlentscheidungen zu vermeiden, die letztendlich zu Ausbildungsabbrüchen führen könnten. Ebenso könne die Berufsorientierung einen Beitrag für die Gewinnung von mehr Jugendlichen mit Migrationshintergrund in eine duale Ausbildung leisten, "die das Handwerk im Rahmen der Partnerschaft von "Aktiv für Ausbildung" zusätzlich durch enge Kooperation mit den Migrantenorganisationen als Türöffner und Brückenbauer unterstützen wird", so Schwannecke.
Mehr als 100 Vertreter von überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten hatten Gelegenheit, sich über erfolgreiche Projekte der Berufsorientierung zu informieren und u. a. mit Vertretern des BMBF und des programmumsetzenden Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die neuen und erweiterten Richtlinien des Förderprogramms zu diskutieren. Für die Organisation dieser Tagung dankte Staatssekretär Rachel dem ZDH ausdrücklich, da hier ein Forum geboten wurde, um das BMBF-Programm einer großen Anzahl von Wirtschaftsvertretern vorzustellen.

