BMBF stärkt Spitzenforschung im Mittelstand


Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Datum: 16.04.2008

In der Hightech-Strategie der Bundesregierung spielen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine zentrale Rolle als Schrittmacher der Spitzenforschung und als Beschäftigungsmotor. Bei der Erschließung neuer Märkte sind sie besonders flexibel und schnell. Dies gilt gerade für neue Forschungsfelder, in denen Geschwindigkeit entscheidet. Die wichtigsten Impulse kommen beispielsweise in den Bio- und Nanotechnologien überwiegend aus mittelständischen Unternehmen. Auch in den Dienstleistungsbereichen sind es vor allem die KMU, die in Forschung und Entwicklung investieren.

Öffentliche Förderung kann dabei helfen, Investitionsrisiken im Innovationsprozess zu senken. Daher sind Mittelständler in der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fest verankert. Ziel des BMBF ist es, die Zahl der Forschung und Entwicklung treibenden mittelständischen Unternehmen weiter zu erhöhen und ihre Innovationsfähigkeit gezielt zu stärken.

Mit der im September 2007 gestarteten Förderinitiative KMU-innovativ ermöglicht das BMBF  forschenden KMU einen unbürokratischen und beschleunigten Einstieg in seine Förderung. Unter dem Motto „Vorfahrt für Spitzenforschung im Mittelstand“ wird ihnen so der Zugang zu anspruchsvollen Forschungsverbünden der Fachprogramme erleichtert.

Ein Lotsendienst bei der Förderberatung des BMBF berät interessierte Unternehmen in allen Fragen und vermittelt schnell und verlässlich zur richtigen Antragsstelle. Zwei regelmäßige Stichtage im Frühjahr und Herbst und verbindliche Bearbeitungszeiten für Anträge geben Planungssicherheit.

Viele forschende Unternehmen befinden sich noch in der Aufbauphase. Deshalb gelten im Rahmen von KMU-innovativ besonders einfache Regeln für den Nachweis des erforderlichen Eigenkapitals. Eine vereinfachte Bonitätsprüfung und die Möglichkeit, bei knappem Eigenkapital Meilensteine in der Projektlaufzeit zu setzen, sorgen dafür, dass auch kleine Unternehmen ihre Innovationsideen verwirklichen können.

KMU-innovativ wurde gestartet in Technologiefeldern, die für Wachstum und Wohlstand in Deutschland besonders wichtig sind: Biotechnologie, Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Produktionsforschung, Technologien für Ressourcen- und Energieeffizienz sowie – seit Anfang 2008 – die Optischen Technologien.

Die Förderung der KMU erfolgt in den Technologiefeldern jeweils themenoffen. Wichtiger als die exakte Einordnung in ein spezifisches Themengebiet sind Exzellenz und Innovationsgrad des geförderten Projektes sowie hohe Verwertungschancen.

Bereits die erste Ausschreibungsrunde ist auf außerordentlich positive Resonanz gestoßen: Rund 600 KMU haben sich mit ihren Partnern beteiligt. Etwa die Hälfte dieser KMU hat sich erstmals an einem Förderprogramm des BMBF beworben. Auch zu den nächsten Stichtagen der Förderinitiative KMU-innovativ suchen wir Spitzenforscher im Mittelstand.

 

Informationsbox:

 

Förderinitiative KMU-innovativ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf einen Blick

 

Wer berät und gibt Hilfestellung?

Lotsendienst KMU-innovativ

bei der Förderberatung des BMBF

Tel.: 0800-26 23 009 (kostenfrei)

E-Mail: lotse@kmu-innovativ.de

 

Wo gibt es weitere Informationen und Antragshinweise?

Das Internetportal www.kmu-innovativ.de enthält die wichtigsten Informationen und Bekanntmachungen der Technologiefelder unter dem Dach von KMU-innovativ. Neu ist, dass hier jederzeit Projektskizzen über ein elektronisches Skizzen-Tool eingereicht werden können.

 

Welche Zielgruppe wird adressiert?

KMU-innovativ richtet sich an forschende kleine und mittlere Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern gemäß EU-Definition. Der Fokus liegt besonders auf Unternehmen, die bislang noch keine Erfahrungen mit Programmen der Forschungsförderung des BMBF gemacht haben.

 

Wann sind die jährlichen Stichtage?

15. April und 15. Oktober